Yin und Yang

Alles Leben basiert auf Polarität

Das Prinzip der Polarität

Das Prinzip der Polarität ist eines der Urgesetze der Traditionellen Chinesischen Medizin. Alles Existente wird in die Lebenskräfte Yin und Yang eingeteilt. Es gibt keinen Tag ohne Nacht, keinen Frühling ohne Winter, keinen Schatten ohne Sonne und kein Alter ohne Jugend. Das ganze Universum, jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze sogar jedes Ding unterliegt dem Gesetz der Dualität.

Harmonie von Yin und Yang – Leben in Balance

Zwar sind Yin und Yang Gegensätze, aber dennoch brauchen sie sich. Die beiden Kräfte ziehen sich an. Erst zusammen entsteht etwas Ganzes, Neues. Yin und Yang sind nicht getrennt, sondern verbunden: Im Yang befinden sich Anteile von Yin. Und umgekehrt. Wenn Yin und Yang in einer ausgewogenen Balance sind, entstehen Harmonie, Gesundheit, Zufriedenheit und Glück. Wenn die beiden Kräfte unausgeglichen sind – oder sich gar bekämpfen, führt dies zu Problemen, Störungen und später Krankheiten. 

Kommt das Qi in Fluss – erfolgt Heilung

Die Traditionelle Chinesische Medizin versucht daher stets eine Balance zwischen Yin und Yang (wieder) herzustellen. Dazu stehen den TCM-Therapeuten verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Beispielsweise die Akupunktur oder Massagen. Durch einen Ausgleich der beiden Urkräfte kommt der Körper wieder in sein Gleichgewicht und kann sich selbst heilen. Krankheiten und Beschwerden verschwinden. 

Wie zeigt sich ein Ungleichgewicht von Yin und Yang?

Wir wissen nun: Wenn Yin und Yang im Gleichgewicht sind, sind wir gesund und kraftvoll. Doch wie zeigt sich eine Disbalance in unserem Leben und vor allem was können wir tun? Wie immer in der Traditionellen Medizin sind Pauschalisierungen nicht sinnvoll. So individuell wie die Menschen, sind auch die Verläufe von Störungen. Doch es gibt einige Merkmale, die auf ein Ungleichgewicht der beiden Prinzipien hindeuten:

Yin Überschuss (Fülle)

Ein Überschuss von Yin, geht meist mit einem Zuviel an Feuchtigkeit im Körper her. Dem Körper gelingt es nicht mehr, Schlacken abzutransportieren. Es kommt zu Verschleimungen. Ein Yin-Überschuss bleibt oft lange Zeit unbemerkt. Treten Symptome auf, ist das Ungleichgewicht meist bereits fortgeschritten. Mögliche Symptome sind: Schwellungen, Wasseransammlungen, Erschöpfung, Hautprobleme sowie eine rissige Zunge mit (viel) weissem Belag.

Yin Mangel (Leere)

Der Anteil an Yang ist in diesem Fall deutlich grösser. Im Körper hat sich Hitze ausgebreitet. Für den Menschen ist diese oft spürbar: Symptome sind Hitzewallungen, trockene Haut, Appetitlosigkeit, Schwitzen sowie heiße Hände und Füsse. Auf psychischer Ebene machen sich Schlafstörungen, Nervosität, Hyperaktivität und Unruhe bemerkbar.

Yang Überschuss (Fülle)

Das männliche Prinzip Yang überwiegt deutlich. Dies zeigt sich auf psychischer Ebene durch gesteigerte Aggressivität oder unkontrollierte Gefühle. Auch cholerische Tendenzen sind möglich. Symptome auf körperlicher Ebene: Fieber, Durst, gerötete Gesichtshaut und starkes Schwitzen. Infektionen können beispielsweise einen Yang Überschuss (mit)verursachen.

Yang Mangel (Leere)

Das weibliche Prinzip Yin dominiert. Der Mensch fühlt sich antriebslos und kann sich oftmals nur schwer durchsetzen. Körperliche Symptome: Rückenschmerzen, Blässe, Kältesymptome, Ödeme, Durchfall und Blähungen.

Die verschiedenen Beschwerdebilder lassen sich nicht immer genau trennen. Bei vielen Menschen treten Merkmale von zwei verschiedenen Ungleichgewichten auf. Mithilfe der TCM-Diagnostik können wir zuverlässig herausfinden, ob Sie ein Fülle oder Mangel-Typ sind und welches Ungleichgewicht aktuell vorherrscht. Gerne beraten wir auch Sie – und unterstützen Sie dabei, Körper, Geist und Seele wieder in Balance zu bringen. Wir freuen uns, Sie bald in der TongTu Praxis in Ihrer Nähe begrüssen zu dürfen.

Warum entstehen Ungleichgewichte von Yin und Yang?

Jeder Mensch ist anders. Es hängt stets von der körperlichen Grundkonstitution und der Persönlichkeit des Menschen ab, wieviel er/sie verträgt ohne die Balance zu verlieren. Tendenziell bringen folgende Einflüsse das Gleichgewicht von Yin und Yang ins Wanken:

  • Stressiger Lebensstil
  • Ungesunde Ernährung
  • Wenig Ruhepausen
  • Häufige negative Emotionen
  • Geistige Überforderung
  • Körperliche Überanstrengung
  • Fortschreitendes Alter / Krankheit
  • Infektionen
  • Geburten
  • Hitze / Kälte / Nässe
  • etc.

Sie können selbst Einiges dazu beitragen, um Yin und Yang wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Hand aufs Herz: Sie wissen vermutlich selbst am besten, was Sie in Zukunft lassen sollten, um Körper, Geist und Seele nicht zu schwächen, sondern zu stärken.

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